Yogastile
Aus yogawiki
Immer mehr Namen und Bezeichnungen entstehen für Yoga. Rund 130 Yoga Übungsformen sollen bereits geschützt sein. Wir möchten an dieser Stelle völlig unabhängig, rang- und wertungsfrei Yogarichtungen und deren Besonderheiten vorstellen und für mehr Transparenz sorgen.
Das yogawiki lebt von der aktiven Mitarbeit von Autoren. Trage Deine Ergänzungen und Erweiterungen zu Themen und Texten ein. Hier findest Du Tipps und Hinweise für redaktionelle Beiträge.
Die verschiedenen Yoga-Stile:
Acro Yoga
Acro Yoga verbindet Yoga, Akrobatik und Thai Massage. Diese drei Linien fördern und kultivieren Vertrauen Verbindung und Verspieltheit. Ziel der Praxis ist die Vereinigung mit sich selbst, mit anderen und mit dem Göttlichen. Gründer sind Jenny Sauer-Klein und Jason Nemer aus den USA.
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Anusara Yoga
Kraftvoller, sportlich fordernder Stil des Hatha-Yoga, den der Amerikaner John Friend (*1959) gründete. Das Sanskritwort Anusara steht für "mit Anmut fließen", "dem Herzen folgen" und bezeichnet das philosophische Leitmotiv des 1997 gegründeten Systems. Die übenden entwickeln den Aufbau der Haltungen "von innen" her. Gleichwohl strebt die Methode hohe Präzision bei der Ausrichtung der Körpers und Geistes an. Grundlage hierbei sind die "Universal Priniples of Alignment", die unter anderem Kraftvektoren der Anatomie formulieren, an denen sich der Übende orientiert.
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Ashtanga Yoga
Fordernder Hatha-Yogastil, gegründet von Inder Pattabhi Jois , der mit Ashtanga das Vinyasa Krama-Prinzip seines Lehrers, des Gelehrten T. Krishnamacharya weiterentwickelte. Ashtanga ist die wichtigste Grundlage vieler dynamischer neuer Stilrichtungen wie Vinyasa Yoga, Power Yoga und Jivamukti Yoga. Zentrales Element ist die Verbindung aus Atem und Bewegung. Der Gründer legte sechs Übungsserien, gelehrt wird meistens die erste. In Klassen im sogenannten Mysore-Stil üben alle Schüler individuell an der Serie und werden dabei vom umhergehenden Lehrer korrigiert.
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Benefit Yoga
BenefitYoga® wurde von Dr. Daya Mullins / Weg der Mitte in 40 Jahren ganzheitlicher und individueller Arbeit mit Klienten und Patienten in Kursen, Ausbildungen und Einzelsitzungen entwickelt. Zentrale Punkte sind Achtsamkeit, die Harmonisierung von Körper, Geist und Atmung - basierend auf dem natürlichen Atemfluss - und Self-Empowerment. Die Yoga-Haltungen – unabhängig ob körperlich, emotional oder mental - dienen als Weg zur inneren Sammlung, zur Heilung und zur Selbsterkenntnis. BenefitYoga® - practising Yoga with a spiritual attitude – feel the difference!
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Bhakti Yoga
Bhakti Yoga wird als Yoga der Liebe und Hingabe an Gott (oder etwas Höheres) bezeichnet.
Bikram Yoga
Der rechtlich geschützte Hatha Yoga Stil hat seinen Namen vom Gründer, dem Inder Bikram Choudhury. Die 26 Körper- und 2 Atemübungen werden in einem ca. 38 Grad heißen Raum angeleitet. Jede Übung wird dabei jeweils zwei Mal durchgeführt. Yogaübungen in heißer Umgebung gibt es auch als "Hot Yoga", allerdings nicht mit den lizensierten System Choudhurys.
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Chi Yoga
In Chi Yoga werden fliessende Hatha Yogaübungen, Philosophie und Atem mit taoistischem Gedankengut kombiniert. Der "Chi-Fluss" im Körper kommt aus der Traditonellen Chinesischen Medizin und soll ohne Blockaden sein, demnach frei fliessen können. Chi Yoga kombiniert gezielte Bewegungs- und Dehnungsübungen mit den Zeitqualitäten des Übens (morgens/abends) und orientiert sich an den Jahreszeiten, um den Chi Fluss positiv zu beeinflussen. Bekannte Chi-Yoga Vertreterin Lucia Nirmala Schmidt.
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Forrest Yoga
Der geschützte Forrest Yogastil hat seinen Namen von der Gründerin, der US-Amerikanerin Ana Forrest. Der herausfordernden Stil soll helfen, mentale, emotionale Blockaden und hinderliche Verhaltensmuster im Leben aufzulösen. Die Praxis soll neue Erfahrungen in Wahrhaftigkeit, Ganzheitlichkeit und Gesundheit ermöglichen.
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Green Yoga
Green Yoga bezieht sich auf das Bewusstsein, die Erde zu ehren und für die Erde Verantwortung zu tragen. Die Yogapraxis endet nicht auf der Matte sondern im nachhaltigen Verhalten mit uns Selbst, mit Anderen und der Umwelt. Green Yoga möchte die alten Traditionen des Yoga mit ethischen und ökologischen Anforderungen unserer Zeit verbinden.
Weblinks
- Green Yoga Association
- Übersicht Artikel / Studien zu Green Yoga von und zusammengetragen von Georg Feuerstein
Hatha Yoga
Hatha-Yoga ist die jüngste der klassischen indischen Yogaformen (2000 n.Ch.) und bildet die Basis für meisten modernen Yogastile wie u.a. Ashtanga, Iyengar. Mit seinen Ursprüngen im Mittelalter ist Hatha-Yoga die jüngste Traditionslinie. Seine Konzepte sind stark von der spirituellen Anatomie des weltbejahenden, den Körper integrierenden Tantrismus geprägt. Zu seiner Terminologie gehören Begriffe wie shakti (Schöpfungskraft), kundalini (die zu erweckende Kraft), chakra (Energiezentren im Körper), oder nadi (feinstoffliche Ader). Der bekannteste historische Grundlagentext ist neben der Goraksasataka die Hatha Yoga Pradipika von Svatmarama. Hatha-Yoga gehört heute im Westen zu den meistverbreiteten Yoga-Arten; er differenziert sich in zahlreiche Stilrichtungen aus, sein Übungs- und Begriffsinventar wird fortwährend weiterentwickelt und ergänzt.
Das Modell beinhaltet Körperhaltungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama), Entspannung und Konzentration (dhyana) und Reinigungsübungen (kriya).
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Hormon Yoga
Hormon Yoga wurde von der Brasilianerin Dinah Rodrigues entwickelt. Ausgehend von verschiedenen Impulsen hat sie eine spezielle Übungsreihe für die Balance des weiblichen Hormonhaushaltes mit dem Namen "Hormon-Yoga" entwickelt. Der Stil soll positive Effekte auf z.B. Wechseljahre-Beschwerden und Zyklusstörungen haben.
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Publikationen
- Hormon-Yoga: Das Standardwerk zur hormonellen Balance in den Wechseljahren/ Verlag: Schirner / ISBN 978-3897672208
Inspya Yoga
Das von Australier Lance Schuler entwickelte Inspya Yoga bildet eine Brücke zwischen Iyengar Yoga und Vinyasa Flow Yoga. Inspya Yoga ist eine dynamische Melange aus Balance, Stärke, Flexibilität und Ausdauer. Der Name entsteht aus der Abkürzung der "Integrated South Pacific Yoga Academy".
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Integraler Yoga
Integraler Yoga bezieht sich auf die Integration von Yoga der Philosophie (Jnana Yoga), Yoga des Handelns (Karma Yoga), der über die Arbeit von Aurobindo international Bedeutung gefunden hat. Die Bhagavad Gita ist u.a. die Basis für Aurobindo´s Integrale Terminologie, welche seinerzeit keine Hatha Yoga und Meditations Praxis beinhaltete. Integraler Yoga bezieht sich u.a. auf das Verhalten, auf das Öffnen, auf die Transformation. Heutzutage wird Integraler Yoga nach Sri Aurobindo als ganzheitlicher Weg auch vielfach in Kombination mit Yogaübungen und Meditation angeboten.
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Iyengar Yoga
Sehr präziser Hatha Yoga Stil, gegründet von und benannt nach dem Inder B.K.S Iyengar. Iyengar hat seine Ausbildung bei T. Krishnamacharya] genossen und dieses Wissen kontinuierlich über Jahrzehnte weiterentwickelt. Mit Unterstützung von verschiedenen Hilfsmitteln wie Blöcken, Gurten, Bänkchen soll ein präzise Ausübung der einzelnen Yogapositionen unterstützt werden. Über die Konzentration auf die korrekte Ausführung lernt man sowohl den Körper sehr gut kennen als auch den Geist zur Ruhe zu bringen.
Weblinks
Offizielle Webseite Iyengar Yoga
B.K.S. Iyengar Vereinigung Deutschland
Jnana Yoga
Das Yoga des Wissens, Yoga der Erkenntnis im Sinne der reflektierenden Schulung des Bewusstseins für das Leben aus dem Selbst. Jnana Yoga ist neben Karma Yoga und Bhakti Yoga in der Bhagavad Gitaaufgeführt.
Jivamukti Yoga
Jivamukti Yoga wurde in den 80er Jahren von dem amerikanischen Künstlerpaar Sharon Gannon und David Life in New York City (USA) entwickelt. Die Praxis basiert auf modifizierten Hatha Yoga Positionen, ist sehr dynamisch und herausfordernd und beinhaltet spirituelle und philosophische Komponenten (z.B. Chanting, Fokus des Monats). Jivamukti Yogastunden sind mit traditoneller indischer und moderner Musik untermalt. Die Bedeutung von Sanskrit Jivamukti steht für "befreite Seele".
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Kalari Yoga
Kalari Yoga hat seine Basis aus der alten indischen Tradition Kalaripapayat. Gurukkal C. M. Sherif hat begonnen, das alte Wissen von Kalari Yoga mit verschiedenen Unterstützern wieder zu reaktivieren. Die Basis von Kalari und Yoga ist gleich und kann sich sehr gut ergänzen. Es gibt einige interessante Unterschiede: z.B. bleibt der Fokus des Übenden im Im Kalari nach außen gerichtet, u.a. soll die Sinneswahrnehmung ausgedehnt werden. Praktiziert werden Körperübungen mit ähnlichen Namen wie im Yoga, aber die Ausübung hat viel mit der Verinnerlichung spezifische Attribute und Effekte der jeweiligen Körperstellung zu tun und demnach findet der Fisch Matsyasana bei Kalari einen anderen Ausdruck als im Hatha Yoga. Mudras werden im Kalari umfangreicher eingesetzt: nicht nur mit den Fingern oder Händen sondern mit dem ganzen Körper.
Karma Yoga
Karma Yoga bezieht sich auf den Weg des Handelns. Über die Tat, über das Handeln gehen wir den Weg der Verwirklichung für uns Selbst als auch für Andere.
Kundalini Yoga
Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan ist eine ganzheitliche Tradition, basierend auf Körper- und Atemübungen, Meditation, Massage-, Reinigungs- und Heiltechniken als auch Komponenten aus dem Ayurveda. Yogi Bhajan hat Kundalini Yoga Ende 1960 aus Nordindien in den Westen gebracht. Ziel ist es, die ruhende, universelle Energie zu wecken, die am unteren Ende der Wirbelsäule angesehen wird (Kundalini). Kundalini Yoga ist dynamisch und erfordert Disziplin und Durchhaltevermögen. Einzelne Übungen werden teilweise sehr lange wiederholt.
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Kriya Yoga
Kriya Yoga besitzt eine sehr lange Tradition. Im Westen wurde Kriya Yoga vor allem über die Autobiographie eines Yogis von Paramahansa Yogananda bekannt. In den Yoga Sutren von Patanjali beschrieben als Yoga der Handlung, um die kleshas zu reduzieren über tapas (Reinigung), svadhyaya (Selbststudium) und ishvara pranidhana (Loslösung).
Lachyoga
Der Arzt Madan Kataria hat 1995 den ersten Lachyoga-Klub in Indien gegründet. Katari verbindet unkonditioniertes Lachen mit yogischer Atmung (Pranayama). Mittlerweile existieren weltweit über 5000 Lachclubs.
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Matsyodara [Fishbelly] Yoga
Matsyodara ist eine Form von Hatha Yoga bzw. Sakti Yoga. Im Mittelpunkt steht die Energielenkung in Asana- und Vinyasa- Klassen durch Pranayama, Bandha und Mudras. Die Nadis (Energiebahnen) entlang der Wirbelsäule und im Kopfbereich werden systematisch gereinigt und in das Bewusstsein gerufen.
Herkömmliche Kundalini Praktiken werden in Einzelkomponenten aufgelöst, so von Altem, Repressiven befreit und nach einer tantrischen Methode zur Lenkung der Energien (Nyasa) neu kombiniert.
Kreativität und Freiheit ist der innerste Kern dieser Yogaklassen.
Matsyodara Yoga ist für Teilnehmer gedacht, die ihre physische Asana- oder Vinyasa-Praxis weiterführen und energetisches Yoga (Sakti Yoga) lernen möchten.
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Meridian Yoga
In Meridian Yoga werden Körperübungen, Atem und Geisteshaltung mit Wissenschaften u.a. aus der Biomechanik, Chinesische Medizin und Shiatsu und teilweise auch anderen Stilen (z.B. Kundalini Yoga) verbunden. Mit gezielten Übungen soll der freie Fluss der Meridiane angeregt, Blockaden gelöst werden und mehr Lebensenergie entstehen. International bekannte Vertreter von Meridian Yoga sind Bob Cooley (Meridian Flexibility System®, USA) und David Orlansky (Meridian Yoga, USA).
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Nada Yoga
Erste Aufzeichnungen von Nada-Yoga finden sich in den Upanishaden, den Tantras und der Hatha-Yoga-Pradipika. "Nad" (Sanskrit) bedeutet Klang. Nada-Yoga nutzt die Kraft von Klängen, Tönen, Rhytmen und Mantren als Mittel zur Transformation. Die Praxis umfasst Achtsamkeits-, Wahrnehmungs- und Hörübungen, die den Kontakt mit den Klängen sensibilisieren und Zusammenhänge von Schwingung, Körper, Geist und Seele eröffnet. Über die Praxis findet ein Ausgleich und eine Reinigung der Energien statt. Nada Yoga führt in seiner Tiefendimension zu einer Einung mit dem Urklang, mit dem Allklang.
Nivata
Nivata folgt indischen Yogaschulen, deren Techniken zur inneren Stille führen. Für jeden anwendbar, da die Yoga-Programme auf die Fähigkeiten des Schülers zugeschnitten sind und diesen in seiner Entwicklung stärken. Gegründet wurde Nivata 2008 von Katharina Middendorf und Julian Middendorf in Leh, Indien. Nivata ist Sanskrit und bedeutet Stille.
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Power Yoga
Power Yoga ist eine dynamische und herausfordernde Form von Hatha Yoga. Einzelne Asanas werden über den Atem fließend miteinander verbunden. Inspiration kommt u.a. aus dem Ashtanga Yoga, die Abfolge der Asanas ist aber im Gegensatz zum Ashtanga flexibel. Bryan Kest (USA) wird als Begründer von Power Yoga angesehen. Baptiste Baron ist ein ebenso anerkannter Vertreter von Power Vinyasa Yoga.
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Quantum Yoga
Quantum Yoga ist von Lara Baumann entwickelte Methode, die auf die ayurvedischen Dosha-Typen abgestimmt ist. Es gibt drei Basis Dosha-Sequenzen, die sich in einem Baukasten-System jeweils erweitern und verändern lassen, je nachdem zu welchem Typ man gehört und in welchem Ist-Zustand man sich befindet. Jede Sequenz hat als Rahmen den gleichen Aufbau: Sublimatio (hineinhorchen in den Ist Zustand), Dynamic Flow (Sonnengrußvariationen), Stehende Haltungen, Arm Balancen, Floor work (sitzende Haltungen), Bauchübungen, Rückbeugen, Umkehrhaltungen, Savasana. Je nach Dosha-Typ und Ist-Zustand werden entweder Rückbeugen vor der Arbeit am Zentrum praktiziert oder andersherum.
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Raja Yoga
Das Sanskrit Wort "raja" bezieht sich auf König und Herrscher. In der Beherrschung des Geistes und Sieg über dessen Feinde können wir die Verwirklichung und die Vereinigung mit dem höchsten Geist erlangen. Auch königlicher Yoga genannt. Einer der vier Yoga-Wege nach Vivekananda.
Sakti Yoga
Sakti Yoga ist ursprüngliches Hatha Yoga. Sakti ist das kreative Pulsieren, das allen Dingen innewohnt. Ein Aspekt von Sakti ist die sexuelle Energie (Kundalini). Im ursprünglichen Hatha Yoga liess man die sexuelle Energie im Körper aufsteigen, um dann ins Leben tretende Muster mit Bewusstheit, Gelassenheit und innerer Stille zu lösen. Dieser Prozess führt zur Ruhe des Geistes (Samadhi) und zum Raja Yoga wie bei Patanjali beschrieben.
Sivananda Yoga
Nach Saraswati Sivananda (*1887-1963) benannt und von seinem Schüler Swami Vishnudevananda (*1927-1993) in den Westen gebracht. Sivananda Yoga basiert u.a. auf Körperübungen (Asanas), Atmung (Pranayama), Entspannung (Savasana), Ernährung (Vegetarisch) und positiven Denken (Vedanta) und Meditation (Dhyana). Über ein umfangreich aufgebautes Kurssystem können Schüler Wissen und Praxis systematisch aufbauen.
In Deutschland praktiziert der Netzwerk- eingetragene Verein Yoga Vidya streng nach Sivananda.
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TriYoga
Die Amerikanerin Kali Ray ist die Begründerin von TriYoga Flows. Die Meditationslehrerin erlebte 1980 eine intensive spirituelle Erfahrung, in der Yoga-ähnliche "Flows" durch sie hindurchflossen. Auf Drängen ihrer Schüler begann sie, die durch sie hindurch fließenden Flows zu unterrichten. Mit der Zeit systematisierte sie TriYoga Flows als auch Prana Vidya nach Stufen (Basics, Level 1, Level 2, Level 3, Prana Vidya, Yoga für jeden und Flow). TriYoga Flows versteht sich als vollständige Methode, die auf dem traditionellen Yoga basiert. TriYoga ist ein eingetragener Stil. Es gibt mehr als 30 TriYoga Zentren und über 500 zertifizierte TriYoga-Lehrer in mehr als 30 Ländern.
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Vini Yoga
Vini Yoga folgt den Richtlinien von T. Krishnamacharya und wurden von seinem langjährigen Schüler und Sohn T.K.V. Desikachar weiterentwickelt. Der Ansatz ist, dass sich der Yoga dem Menschen anpasse und nicht umgekehrt. Dieser Ansatz bietet die Möglichkeit, individuell auf den Mensch einzugehen und ihn dort abzuholen, wo er sich gerade befindet (körperlich, geistig, seelisch). Viniyoga findet vielfach im Einzelunterricht statt. Es wird eine individuelle Praxis entwickelt und dem Prozess entsprechend angepasst. Die Praxis ist so aufgebaut, dass sie im Idealfall auch vom Schüler selbständig zu Hause durchgeführt werden kann.
Weblinks
- Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland e.V. (BDY)
- Krishnamacharya Yoga Mandiram
- Krishnamacharya Healing and Yoga Foundation
- Webseite Berliner Yoga Zentrum (BYZ)
Vinyasa Flow
Ähnlich wie im Power Yoga werden im Vinyasa Flow einzelnen Körperübungen gezielt mit dem Atem verbunden. Es entsteht ein Fluss der kontinuierlichen Bewegung, eine "Meditation in Bewegung". Vinyasa Flow Klassen sind kreativ im Aufbau der Stunde als auch Abfolge der Körperübungen (Sequenzen) und können sehr herausfordernd und schweißtreibend sein.
Bekannte Vertreter und Lehrer des Vinyasa Flow Stils sind international Shiva Rea und in Deutschland Beate Cuson.
Yin Yoga
Die für Yin Yoga populärste Persönlichkeit, der US-Amerikaner Paul Grilley, legt Wert darauf, Yin Yoga nicht neu erfunden sondern drei bestehende Linien und Wissenschaften miteinander verbunden zu haben. In seinem Buch Yin Yoga sind folgende Lehrer für die drei Linien aufgeführt: Dr. Gary Parker (Anatomie), Paulie Zink (Daoist Yoga), Dr. Hiroshi Motoyama. Das Wort Yin kommt aus der chinesischen Philosophie und steht für das Prinzip Schatten. Das Wort Yang für das Prinzip Sonne. Moderne Hatha Yoga Stile erzeugen in der Praxis viel "Yang", viel Wärme. Yin Yoga soll dazu beitragen, die Yang Praxis auszugleichen. Yin Übungen haben einen ruhigen, passiven Charakter und werden vorwiegend im Sitzen oder Liegen ausgeführt. Fokus ist hier, Körperaktivität bewusst loszulassen, den Körper wahrzunehmen und zu entspannen. Durch das lange, ruhige Halten können mit Yin Yoga subtilere Körperregionen entspannt werden wie z.B. Bindegewebe, Zwerchfell, Bänder. Das körperliche Loslassen unterstützt das zur Ruhe kommen der Gedanken. Weitere bekannte Yin Yogini ist Sarah Powers.
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Yoga Nidra
Nidra bedeutet wörtlich aus dem Sanskrit übersetzt "Schlaf" und ist vielfach als "Yoga Schlaf" und "Schlaf der Yogis" bekannt. Die langjährige Übungstechnik hat ihre Wurzeln u.a. im Trantrismus und in den Sutren von Patanjali. In Yoga-Nidra sollen körperliche, geistige und seelische Aktivitäten zur Ruhe kommen, man bleibt allerdings bei vollem Bewußtsein bzw. der Geist schwankt zwischen Wachsein und Traum. Das ermöglicht einen Zugang zu tiefen Schichten des Geistes. Ein systematisches System entwickelte u.a. Swami Satyananda Saraswati, dem Begründer der Bihar School of Yoga (Indien), welches auch Satyananda Yoga genannt wird.
Weblinks
Yoga Vidya
Yoga Vidya wurde von Volker Sukadev Bretz gegründet und lehrt Yoga, Ayurveda und Meditation und verwandte Bereiche in der Tradition von Sivananda und Swami Vishnudevananda .
Weblinks
Quellen
- Eckard Wolz-Gottwald: Yoga-Philosophie-Atlas, 2. Auflage, Petersberg 2006)
- B.K.S. Iyengar: Licht auf Yoga, 6. Auflage, München 1990)
- Hartmut Weiß: Die Quellen des Yoga, 1. Auflage, München 1986
- Georg Feuerstein: Die Yoga-Tradition, 2. Auflage, 2008
- Webseiten der genannten Stile und Personen
